Dienstag, 7. Mai 2013

Veggie Burger with Beetroot and Buckwheat Buns/ Rote Bete Burger mit Buchweizen Brötchen

Die Australische Küche ist ja viel interessanter, als ich es vermutet habe. Schon nach einminütiger Recherche nach einem zweiten, dieses Mal ausgesprochen gesunden Aussie Blog Beitrag für das Event Down Under im Kochtopf, nach meinem ersten Beitrag, der Kalorienbombe Himbeer Schokoladen Honeycomb Pavlova , wurde ich fündig!
Äußerst beliebt in Australien  ist der "Hamburger with Beetroot".
Ich wäre niemals auf die Idee gekommen Rote Bete zwischen die Brötchenhälften zu packen, aber ein ganzer Kontinent kann sich ja nicht irren.
Aber ist das schon gesund? Nein, also weiter gesucht und natürlich gibt es eine vegetarische,  vollwertige Antwort: Rote Bete Patties zwischen selbstgebackenen Vollkorn Buns!
Hatte leider kein Vollkornmehl im Haus, aber Buchweizenmehl. Gibt es das in Australien?
Ha, und wie! Ist als Gluten freies Mehl sehr beliebt.


Als mein Sohn aus Australien zurückkam, antwortete er mir auf meine Frage, was es dort landestypisches zu Essen gäbe, mit: "Fast Food". Damit war das Thema für mich abgehakt.
Erst durch das Blog Event von Zorra: Down Under im Kochtopf, kam ich dazu, mich mit dieser Landesküche eingehend zu beschäftigen. Ich lernte wirklich außergewöhnliche und mir gänzlich unbekannte Gerichte kennen. Vielen Dank an dieser Stelle dafür!
Es gibt bei mir nun:

Rote Bete Burger mit Avokado, Gurkenrelish und Buchweizenbrötchen.

Um diese so hinzubekommen, wie ich es mir vorgestellt hatte, nämlich die Brötchen trotz Buchweizenmehl schön weich und ohne Kruste (Wunsch der Familie) und die Rote Bete schön saftig, brauchte ich drei bzw. zwei Versuche. Die Brötchen wollten unbedingt knusprig werden, daher habe ich mich aller Weichmacher-Tricks bedient, die ich kannte. 
1. Die Brötchen bei jedem Gehenlassen mit einem feuchten Tuch abdecken. 
2. Viel Milch hinzu fügen und noch eine Extraportion, weíl der Buchweizen quillt.
3. Länger mit weniger Hitze backen. Schließlich gelangen die weichen, wenn auch etwas festeren Buchweizen/Weizen-Buns. 
Wer noch gute Tipps für weiche Hamburger Brötchen hat, möge sich bitte gern bei mir melden!
Die geraspelte Rote Beete habe ich mit Zucchini und Möhren gemischt, so schmeckten die Burger schön fruchtig und gar nicht  "muddy", wie die Rote Bete solo gebraten schmeckte.
Die Angaben reichen für 6 Portionen
Zutaten Hamburgerbrötchen
120 g Weizenmehl
80 g Buchweizen-Vollkornmehl 
150 ml lauwarme Milch
25 g weiche Butter
1 Ei, Zimmertemperatur
1/2 Päckchen Trockenhefe (eher etwas weniger)
1/2 Tl Salz
1 El Zucker
Sesam 

Zutaten Gurgenrelish

(reicht für ein kleines Gurkenglas)
1 Salatgurke
2 mittelgroße Zwiebeln
2 Tl Senfsaat
1/2 Tl Kurkuma
2 El Zucker
2 El Essig
Pfeffer/Salz

 Zutaten Rote Bete Burger

Jeweils mittelgroß
1 Rote Bete
1 Möhre
1 Zucchini
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
2 Eier
3 El Haferflocken oder Hirse
1 Tl grober Senf
Pfeffer/ Salz
ev Semmelbrösel

Ausserdem

2 Avokados
Blattsalat (Ich hatte Asia Salat mit Senfaroma)
2 Zwiebeln


Zubereitung

Das Gurkenrelish am besten einen Tag vorher zubereiten. Die Salatgurke mit Schale raspeln, gut Salzen und einige Stunden, oder über Nacht in den Kühlschrank stellen. Die Gurken ausdrücken, das überschüssige Wasser abgießen.
Die 4 Zwiebeln (2 für das Relish und 2 für die Burger) in dünne Stifte schneiden und mit dem Zucker in einer Pfanne hellbraun karamellisieren lassen.
Den Essig mit den Senfkörnern kurz aufkochen, die Gurken, die Hälfte der Zwiebeln und das Kurkuma zugeben und 1-2 Minuten leicht köcheln lassen.
Heiß in ein sehr sauberes Schraubglas gefüllt wäre es lange haltbar, wenn es nicht für die Hamburger gebraucht würde.

Für die Brötchen, die Hefe mit etwas Zucker und etwas warmer Milch anrühren und 5 min ruhen lassen.
Anschließend alle Zutaten außer Sesam mit dem Mixer oder der Küchenmaschine miteinander verkneten, bis sich der Teig zu einem Ball formt. Mit einem Tuch abgedeckt 1 Stunde gehen lassen. Nun den Teig in sechs Stücke teilen, diese zu Kugeln schleifen, mit der Hand ganz flach drücken und mit einem feuchten Tuch bedeckt eine halbe Stunde gehen lassen.
Den Ofen auf 175° vorheizen und die Teiglinge auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech  20 bis 25 Min backen, bis sie leicht gebräunt aber noch weich sind.

Für die Rote Bete Bratlinge,  Zwiebel und Knoblauch fein hacken. Die Möhre, Zucchini und Rote Bete mittelfein reiben (grobe Reibe von Haushaltsreiben genügt, es wird sonst zu matschig)
Das Gemüse in eine Schüssel geben und, mit den  Haferflocken  vermischt, 15 Min stehen lassen. Wer Hirse benutzt: Hirse mit kochendem Wasser nach Anleitung quellen lassen und mit dem Gemüse vermischen.
Nun alles schön ausdrücken, überschüssige Flüssigkeit abgießen und mit den restlichen Zutaten gut verkneten. Salz und Pfeffer nach Gusto zugeben. Sollte die Masse zu feucht sein, etwas Semmelbrösel zugeben. Die Bratlinge in reichlich heißem Fett leicht bräunen und bei geringer Hitze 10-12 Minuten gar ziehen lassen. Wer noch keine Erfahrung mit Veggie Bratlingen hat, kann einen kleinen Probe-Pattie braten.
 Jetzt muss nur noch die Avocado in Scheiben geschnitten und der Salat vorbereitet werden, dann kann gestapelt werden werden:
Auf eine Brötchenhälfte Blattsalat nach Wahl, eine dicke Scheibe Avokado, ein Rote Bete Bratling, viel Gurkenrelish und karamellisierte Zwiebeln.
Deckel drauf und reinbeißen!

Guten Appetit!

Kommentare:

  1. Hallo Simone!

    Schaut "ungewöhnlich" aus - aber sehr sehr lecker - Mhm!

    Ich finde als Blogger probiert man sowieso wesentlich mehr Rezepte aus und experimentiert ein bisschen herum. Bloggen bereichert ungemein!

    Wünsche dir noch einen schönen Abend!

    Alles Liebe!

    Kathrin

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  2. Hallöchen,
    klingt lecker und schaut auch so aus. Ich habe deine Blog über Blog Connect gefunden und folge dir jetzt auch ;)
    wenn du Lust hast schau doch auch mal bei mir vorbei
    http://gittetestet.blogspot.de/
    Liebe Grüße und ein schönes Wochenende noch
    Gitte

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  3. Toll, diese Farben! Noch ein Tipp für weiche Brötchen. Sie noch warm in eine Plastiktüte geben. Aber nicht für immer da drin lassen, sonst fangen sie an zu leben. ;-)

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  4. Danke Zorra! Und den Tipp probiere ich aus!

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  5. Wow, der sieht ja mal richtig lecker aus - und so schön pink ;-)
    Ich hatte übrigens auch meine Probleme etwas "original" australisches zu finden ...

    Bella von bellakocht

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  6. Dankeschön! Aber er ist original australisch!
    LG Simone

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  7. Der sieht ja super cool aus! Da möchte ich gerade am liebsten hineinbeißen. Na ja mein Kiefer wird das zwar nicht ganz schaffen, da werde ich mit zusammendrücken ein wenig nachhelfen müssen. :-) Danke für das Rezept.

    Liebe Grüße
    Anna

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  8. seit ich in australien war, mag ich eigentlich nur mehr burger ausschließlich mit beetroot essen - meine schwester und ich sind da richtig süchtig danach!

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