Montag, 27. Januar 2014

Apfelbrot - #Synchronbacken mit Zorra und Sandra

Synchronbacken? Ja! Das ist für mich eindeutig angenehmer als synchronschwimmen. Mehrere Bäckerinnen haben zeitgleich das gleiche Brot mit nahezu identischem Vorgehen gebacken und währenddessen live unter #synchronbacken davon berichtet. Iniziiert wurde das Ganze von Zorra vom Kochtopf und Sandra von Snuggs Kitchen.

Es war eine lustige Aktion, die ich immer wiederholen würde. Bis auf eine klitzekleine Ausnahme:
Genau in dem Moment, als ich am PC über Zorras Backergebnisse las (mein Brot ist etwas zu dunkel), wurde mein Brot etwas zu dunkel.
Merke: Verlasse nicht deinen Ofen, wenn du zum ersten Mal ein Brotrezept ausprobierst. Auch nicht in den ersten fünfzehn Minuten, in denen Du denkst: "In den ersten fünfzehn Minuten kann nichts schief gehen!" Meinem Brot war eindeutig schon in den ersten fünfzehn Minuten zu heiß.
Das Brot ist trotzdem toll geworden, der Geschmack ist super, aber die Kruste hat zu viele Röstaromen abbekommen. Weil ich schon anfangen wollte, mich über meine Unachtsamkeit zu ärgern, habe ich das Brot schnell noch einmal gebacken (letztes Foto am Ende des Posts)

Zorra und Sandra haben sich für ein Rezept einer polnischen Teilnehmerin des World Bread Day 2013 entschieden, welches übersetzt und etwas angepasst wurde.


Apfelbrot 1 x gefaltet
Erstes Falten


Folgende Anleitung haben wir von Zorra mit auf den Weg bekommen:

Zutaten

Sauerteigstarter
25 g aktiver fester Roggensauerteig (Original 50 g)
50 g Vollkorn-Roggenmehl (Original 100 g)
100 g Vollkorn-Dinkelmehl (Original 200 g)
150 g Wasser (Original 300 g)

oder
Variante „schneller“Sauerteigstarter
50 g fester aktiver Roggensauerteig
30 g Vollkorn-Roggenmehl
70 g Vollkorn-Dinkelmehl
150 g Wasser

 Endgültiger Teig
 300 g vom obigen Sauerteigstarter
 300 g Weizenmehl Type 550
50 g Vollkorn-Dinkelmehl
75 g Wasser (muss evtl. angepasst werden)
1 mittelgrosser Apfel, geschält, Kernhaus entfernt und geraffelt
 2 EL flüssiger Honig
 1 gehäufter TL Salz (zorra: 10 g) Optional: 4 g frische Hefe
(Rezept: kochtopf.me)

Apfelbrot ofenbereit
Das Brot am Ende des Gehens, ofenbereit

Zwischendrin wird immer "ordentlich" fotografiert und per iphone geknippst für die Live- Berichterstattung.


So sah der Zeitplan und die Zubereitung aus:

Für den Sauerteigstarter: Am Freitagabend den aktiven Roggensauerteig mit 50 g VKRoggenmehl
und 50 g vermischen und 12 Stunden bei Raumtemperatur gehen lassen. Am
Samstagmorgen 50 g VK-Dinkelmehl und 50 g Wasser, welches etwas wärmer als die
Raumtemperatur ist untermischen und 6 Stunden ebenfalls bei Raumtemperatur gehen
lassen. Dann nochmals 50 g VK-Dinkelmehl und 50 g Wasser untermischen und über Nacht
im Kühlschrank gehen lassen. Vor dem Verwenden Raumtemperatur annehmen lassen.

Endgültiger Teig - Vorgehen wie im Original beschrieben ohne Hefe: Für den endgültigen
Teig am Sonntagmorgen alle Zutaten in die Schüssel der Küchenmaschine geben und
insgesamt 10 Minuten kneten. Teig 3 Stunden gehen lassen dabei 2x nach je einer Stunde
falten. Teig formen und in eine ausgefettete Kastenform geben. Ofen auf 230 Grad
aufheizen. Brot einschneiden in die untere Hälfte des Ofens schieben, mit Wasser schwaden
und 15 Minuten backen. Kurz die Backofentüre öffnen, damit der Dampf entweichen kann,
Temperatur auf 200 C reduzieren und weitere 15 Minuten backen, Temperatur auf 180 C
reduzieren und 20 Minuten fertig backen. Das Brot auf einem Gitter auskühlen lassen.

Endgültiger Teig - zorras Vorschlag mit Hefe: Für den endgültigen Teig am Sonntagmorgen
alle Zutaten ausser Salz in die Schüssel der Küchenmaschine geben und auf Stufe 1 4
Minuten kneten, dann Salz zugeben und auf Stufe 2 weitere 4-5 Minuten kneten. Teig 90
Minuten gehen lassen dabei 2x nach je 30 Minuten falten. Teig formen und zugedeckt 75-90
Minuten gehen lassen. Ofen auf 240 Grad aufheizen. Brot einschneiden in die untere Hälfte
des Ofens geben, mit Wasser schwaden und 20 Minuten backen. Kurz die Backofentüre
öffnen, damit der Dampf entweichen kann, Temperatur auf 200 C reduzieren und weitere
15 Minuten backen, Temperatur auf 180 C reduzieren und 15 Minuten fertig backen. Das
Brot auf einem Gitter auskühlen lassen. Evtl. werde ich das Brot auch die bei 200 C
fertigbacken.
(Text: kochtopf.me)

Gebacken habe ich die Hefeversion ohne Topf, frei geschoben.


Apfelbrot, fertig

Das Brot hätte im Ofen noch mehr aufgehen sollen. Entweder waren meine Schnitte (1 cm ) nicht tief genug, oder  es lag an der Hitze, oder, oder...
Auch wenn das Brot des angesagten hannoveraner Brotbäckers mindestens genauso dunkel gebacken wird, mir war es zu dunkel.

Apfelbrot, Anschnitt

Der Geschmack ist, wie gesagt, super! Das Apfelbrot schmeckt kaum wahrnehmbar nach Äpfeln und auch mit Käse belegt wunderbar. Die Textur gefällt mir und es ist (fast) rundum gelungen.

Sodele, Stunden später: Das zweite Brot ist gebacken.Meine Änderungen:
  • Der Ofen wird bereits nach 10 Minuten auf 200 ° geruntergedreht.
  • nach 30 Minuten habe ich den Ofen ausgeschaltet und das Brot für eine weitere halbe Stunde im Ofen gelassen.
  • keine Einschnitte, das Brot geht und reißt im Ofen (bei mir) nicht mehr auf.

Mein 2. Brot ist gut gelungen
Jetzt bin ich zufrieden. Jaja, es hat geklappt!!! (Ich hätte mich geärgert, wenn ich keinen 2.
Versuch gemacht hätte).

Fazit: Eine tolle Aktion, die ich gern mitgemacht habe!

Kommentare:

  1. Ab und zu darf bei mir die Kruste auch gerne mal etwas dunkler sein. Hat man ja in der Regel automatisch bei dunklem Mehl, wie Roggen. Viel Roggen war aber ja nicht drin...
    Ich hatte auch schon leichte Panik, da ich ja im Topf gebacken habe und da kann man ja nichts sehen. Hat aber soweit gut geklappt :) Auf alle Fälle sehen für mich beide Brot wunderbar aus.

    Super, dass Du dabei warst, hat mich sehr gefreut! Und ich freue mich schon auf eine Wiederholung.

    PS: Der Schwimm-Vergleich ist Hammer *g*

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    1. Ja, hat wirklich Spaß gemacht, da hattet Ihr eine tolle Idee. Danke dafür!

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  2. Das mit dem zu dunkel nehme ich auf meine Kappe. Ich habe bei "meiner" Version nicht beachtet, dass Honig im Brot ist, der Zucker verbrennt leicht, und die Temperatur zu hoch angesetzt. Im Original wird es ja nicht so heiss gebacken. Du hast also alles richtig gemacht. Ein Tipp beim Einschneiden, setze die Schnitte besser leicht diagonal als ganz horizontal. Ich finde V1 und V2 gelungen. Vielen dank fürs Mitschwimmen äh -backen. Ich hoffe du bist nächstes Mal auch wieder dabei!

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    1. Den "Einschneide-Tipp" werde ich beim nächsten Brot beherzigen. Claro gibt es ein nächstes Mal, sehr gerne sogar!

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