Donnerstag, 26. März 2015

Invertzuckersirup - Der Beginn meines Eissommers

 Unverzichtbar für allerbeste Eiscreme


Endlich habe ich eine Eismaschine und kann eine Fülle von unglaublich leckeren Eisrezepten, die schon länger in meinem Kopf herum spukten, veröffentlichen. Ich werde alle 2 Wochen ein köstliches Eisrezept posten, da sollte einiges zusammen kommen, bleibt also dran! 
Jedes Rezept wird handwerklich durchdacht sein und jeder Schritt erläutert, denn die Eiszubereitung ist gute, alte Handarbeit, bei der man einiges beachten sollte um fantastisches, cremiges, fruchtiges, sahniges  Eis oder alles zusammen, vernaschen zu können. Wenn man weiß, wie und warum etwas gemacht wird, ist die Eiszubereitung kinderleicht, man bekommt mit einfachen Zutaten ein wirklich großartiges Eis, welches man in gewöhnlichen Eisdielen ersteinmal finden muss. Von Industriell hergestelltem ganz zu schweigen.




Den genialen Eisportionierer  RETRO SCOOP könnt ihr bestellen, ich habe ihn gleich in verschiedenen Größen, weil ich ganz verliebt bin in das Retro Design und er funktioniert erstaunlich gut.


Ich beginne meinen Eissommer mit der Herstellung des unverzichtbaren Invertzuckersirup. Der Zucker wird durch Hinzufügen von Säure in Einfachzucker umgewandelt, dieser vermindert das Wachsen der Zuckerkristalle, lässt das Eis weniger hart werden und macht das Eis unvergleichlich cremig. Natürlich kann man Eis auch ohne ihn herstellen, ich möchte jedoch das allerbeste Ergebnis, das cremigste Eis bekommen, daher wird der Invertzucker, eine zähflüssige Masse, jedes Jahr aufs Neue zubereitet. Etwa 1/3 oder mehr der angegebenen Zuckermenge in jedem Rezept kann durch Invertzucker ersetzt werden.



Damit man nicht den ganzen Sommer am köcheln ist, gibt es gleich eine ausreichend große Menge, mit der man viele Monate hin kommt. Der Invertzuckersirup wird fast von allein fertig, er sollte nur beobachtet und kontrolliert werden und benötigt etwa 1,5 Stunden, das ist aber hinzubekommen, den man muss ihn ja wirklich nur selten zubereiten.

Man kann den Zucker im Backofen oder im Topf herstellen, ich bevorzuge die Zubereitung im Topf. Der Sirup sollte etwa eineinhalb bis zwei Stunden vor sich hin köcheln und dabei eine Temperatur von 70 bis 80°C halten. Mein Backofen ist gern mal etwas ungenau und im Topf  kann ich die Temperatur besser und schneller kontrollieren. In der Regel wird sie dort auch die ganze Zeit konstant bleiben, ich muss nur ab und an mein Thermometer in die Flüssigkeit stecken und kann mich anderen Dingen widmen.

Was ihr für die Herstellung dringend benötigt, es sei denn ihr verwendet den Backofen oder nen Thermomix, ist ein gutes Küchenthermometer. Es gibt recht günstige Zuckerthermometer, ich verwende dieses Thermometer Profi Plus von WMF, es ist nicht ganz so günstig aber sehr genau und ist eigentlich ein Bratenthermometer, also für alles in der Küche bestens geeignet.
Ihr solltet unbedingt einen ausreichend großen Topf verwenden, weil am Ende der Herstellung des Invertzuckers Natron, welches die Säure neutralisiert, hinzugefügt wird und dieser Vorgang ordentlich schäumt.



Zutaten

500 ml Wasser
1 k Zucker
1, 5 Tl Zitronensäure oder Weinsäure
1 Tl Natron

Zubereitung


  1. Wasser Zucker und Säure gut verrühren und in einem großen Topf erhitzen. 70 bis 80°C sollten über 1 1/2 bis 2 Stunden gehalten werden, das ist auch schon alles. Bei mir war es die kleinste Flamme am Herd. Die Flüssigkeit kocht dabei nicht! 
  2. Am Ende wird das Natron eingerührt, was mächtig schäumt und die nun hell bis goldbraune Flüssigkeit wird in saubere Gläser oder Flaschen eingefüllt. 

Das ist doch ein Klacks, oder? So seid ihr bestens gerüstet und der Eissommer kann beginnen.


Kommentare:

  1. Vielen Dank für's Rezept! Es kommt gerade zur rechten Zeit, da mein Froster Platz aufweist und ich bald wieder selber Eis machen wollte. :D
    Freue mich schon auf deine Eis-Rezepte!

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  2. Wie interessant, dass man den selber machen kann! ich mach bislang meistens Eis aus dem Handgelenk und mit möglichst wenig Zucker – bin gespannt auf Deine Rezepte!***

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  3. Hmmmm.... Invertzucker kannte ich ja nur aus Zutatenlisten. Siehe da, man kann ihn selbermachen... Wow! :)
    Leider habe ich keinen TM, aber vielleicht kriege ich das auch im Topf hin?

    Hoffentlich gibst Du in Deinen (heiß erwarteten!) Eisrezepten auch mit an, wieviel Zucker man durch den Invertzuckersirup ersetzen kannst? Das fände ich super. :)

    Dankeschön für das Rezept!
    Liebe Grüße
    Katrin

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  4. Liebe Sabine, habe meinen Invertzuckersirup letztes Jahr gekocht und dann leider zu wenig eingesetzt...jetzt ist er ganz weiß und hart geworden, kennst du das? Muss ich ihn jetzt wegschmeißen oder kann man diesen Prozess wieder rückgängig machen, weißt du das zufällig? Liebe Grüße; Schlumpf

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  5. Das steht heute auf dem Plan! Und ab morgen gibt's dann EIS!!

    Liebste Grüße
    Charlotte

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