Montag, 23. März 2015

Labskaus

Habt ihr schon einmal gutes Labskaus gegessen? Nein, ich frage nicht, ob ihr schon mal Labskaus gegessen habt, sondern ob es auch ein wirklich gutes, aromatisches, überaus köstliches war! Da gibt es nämlich Unterschiede, die größer kaum sein könnten. Das Übliche aus Dosen und in Kantinen mit undefinierbarem Inhalt, in der Farbe von alten Stützstrümpfen hat nämlich nichts gemein mit Selbstgemachtem, bei dem man die Zutaten noch gut erkennen kann und, wieder mal - bei dem man weiß, was drin ist.


Labskaus
Was ist nun drin?
In der Regel Kartoffeln und Corned Beef , manchmal Rote Bete (bei mir) manchmal Hering (bei mir nicht) und ein paar Gewürze und Aromaträger wie Essig und Senf. Das war es schon, es gibt gar keinen Grund weit weg zu laufen, sobald das Wort Labskaus fällt, probiert es einfach aus, es schmeckt ganz enorm und geht ganz fix!

Das ganz Besondere an der Labskauszubereitung gestern war, dass einige Blogger gemeinsam, bzw synchron Labskaus gekocht haben. Alle haben fast gleichseitig begonnen und die Zwischenschritte über Instagram, Facebook und Twitter geteilt.

Labskaus




Warum das? Wir hatten mächtig viel Spaß dabei und ihr habt zeitgleich 4 Labskaus Rezepte auf einmal!

Mit dabei waren: Sibel von Insane in the Kitchen, Melanie  aus der Kleinen Chaosküche und Steph, vom Kleinen Kuriositätenladen, deren Idee die Aktion  #labskausohnegrenzen war. Sibel  stammt aus Franken und Melanie aus München, die beiden sind noch nie mit Labskaus in Berührung gekommen, was für uns Nordlichter bannich lustig war.

Labskaus



Ob nun Fisch mit ins Labskaus gehört, da gehen die Meinungen auseinander, bei Rote Bete ist es ähnlich. Um mehr Spannung auf dem Teller zu haben und noch einen leichten Geschmacksunterschied, habe ich nur einen Teil das Kartoffelstampf mit Rote Bete vermengt. Wie ihr das macht, bleibt natürlich euch überlassen. Der Fisch bleibt separat und wird wahlweise dazu gegessen.


Labskaus
Soo lecker, die Rote Bete könnte ich schon wegnaschen

Nu geit dat los:

Zutaten für 2-3 Portionen

700 g mehlig kochende Kartoffeln
1 große Rote Bete oder 2 kleine
1 mittelgroße Zwiebel, gewürfelt
1 Glas Corned Beef  (Ich hatte Demeter, ca. 200 g vom Wochenmarkt)
9 eingelegte Cornichons (Gurkenwasser aufbewahren)
1 reichlicher Tl grober Senf
Pfeffer/Salz
Butter/Öl

Als Beilage:
Brathering und/oder Spiegelei


Labskaus

Zubereitung


  1. Die Bete schälen und in Spalten schneiden. Bei 180 Grad im Backofen mit Öl eingepinselt  weich garen.
  2. Die Kartoffeln schälen, würfeln und in wenig gesalzenem Wasser weich kochen.
  3. Die Zwiebel in etwas Butter oder Öl glasig dünsten. Corned Beef dazugeben und einige Minuten mit garen. Alles mit Senf, etwas Gurkenwasser, Pfeffer und Salz abschmecken.
  4. 2 Gurken und 2 Bete Spalten  kleinwürfeln 
  5. Die Kartoffeln grob stampfen, mit der Corned Beef Mischung in der Pfanne vermengen, eventuell etwas nachwürzen.
  6. Das fast fertige Labskaus in 1/3 und 2/3 aufteilen. Einige Rote Bete Spalten mit einem Püriersrab musen. Das Bete Püree zu einem kleineren Teil des Labskauses rühren.
  7. Spiegeleier braten, wenn gewünscht und beide Labskausmischungen auf Tellern anrichten.
  8. Die Spiegeleier mittig auf dem Labskaus platzieren und die restlichen Rote Bete Spalten und die Gurken seitlich um das Labskaus dekorieren, die Würfel um das Spiegelei herum streuen.

Labskaus


Der lecker Brathering spielt nicht mit, darf aber auf einem separaten Teller dazu gereicht werden.
Labskaus ist wirklich einfach und schnell gemacht, wenn man es dann noch mit mehreren Leuten synchron zubereitet, macht es natürlich doppelt Spaß und es schmeckt großartig.

Macht es euch norddeutsch und gemütlich,

Simone




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