Sonntag, 29. März 2015

Mein perfekter Käsekuchen - Die Vanille-Version

Ich bin sehr glücklich damit, meinen perfekten Käsekuchen bereits gefunden zu haben. Den habe ich vor fast genau einem Jahr bereits veröffentlicht. Besser kann ich ihn für mich nicht machen - in einer anderen Variante aber schon, man will ja nicht immer dasselbe backen, nech?
Was ich so wunderbar an ihm finde?
Er ist so sahnig-cremig, dass er auf der Zunge zerschmilzt. Die Konsistenz erinnert an selbstgekochten Vanillepudding und ist samtig, ohne zu fest zu sein. Mein KÄSEKUCHENTRAUM!
Jeder hat von einem perfekten Käsekuchen eine andere Vorstellung, dies ist meine.


Perfekter Käsekuchen


Da man aber nicht ewig dasselbe backen möchte, habe ich mir eine Variante ausgedacht, die ich fast lieber mag, als meine erste Version.
Mein letzter Käsekuchen hatte ein leichtes Zitronenaroma, dieser hier ist dem Vanillepudding noch näher, er schmeckt nämlich verführerisch nach guter Vanille.


Vanille Käsekuchen

Um die Vanillenote möglichst intensiv hinzubekommen habe ich erstbeste Vanille verwendet, das Aroma in Sahne gelöst und zusätzlich guten Vanilleextrakt verwendet. Gekaufter Vanillezucker, oder künstliches Vanillin dürfen hier leider nicht mitspielen, sonst backt man den Kuchen umsonst.
Nur wer gute Vanille verwendet, bekommt einen guten Kuchen. Und nein, dies ist kein bezahlter Beitrag, ich bin davon fest überzeugt.

Der Kuchen backt sich ganz einfach und gelingt gut, wenn man ein paar Dinge beachtet.


Vanille Käsekuchen



  • Den Mürbeteig lässt man im Kühlschrank ausreichen ruhen, eine Stunde oder auch über Nacht. Ich bereite ihn mir immer am Vortag zu, dann ist das anschließende Backen schnell erledigt.
  • Zeitgleich kann man die Vanillesahne, wie unten beschrieben, vorbereiten.
  • Den Käsekuchen während der Backzeit 2 mal vom Rand zu lösen, verhindert, dass er zu stark aufreißt. Käsekuchen geht immer extrem auf und sinkt für gewöhnlich in der Mitte stark ein.  Ich habe den Mürbeteig am Rand nicht hochgezogen, damit der Kuchen gleichmäßig aufgeht und auch gleichmäßig einfällt. Zusammen mit dem Lösen des Randes beim Backen bekommt man eine schön ebene Oberfläche. Das Lösen ist nicht zwingend notwendig ergibt aber wirklich einen schöneren Kuchen.
  • Optimalerweise wird der Kuchen so lange gebacken, bis er auch in der Mitte hochgegangen ist, aber noch puddingartig wabbelt und oben nur leicht gebräunt ist. Also Alufolie zum Abdecken bereitlegen und diese rechtzeitig, sobald der Kuchen beginnt dunkel zu werden, auf dem Kuchen platzieren.



Der Rest ist einfach und geht so:


Die angegebenen Zutaten reichen für eine Springform von 26 cm Durchmesser. Ich backe sehr häufig kleinere Kuchen von 18 cm Durchmesser, dafür wird das Rezept einfach halbiert, eventuell die Backzeit etwas verringert

Zutaten

Mürbeteig

200 g Mehl
150 g Butter, kalt, gewürfelt
50 g Zucker
1 Prise Salz
1 Bio-Eigelb



Füllung

150 g geschmolzene, abgekühlte Butter
250 g Zucker
4 Bio-Eier, zimmerwarm, getrennt
2 Vanilleschoten
2 Tl Vanilleextrakt
500 g Schichtkäse
100 g Sahne
20 g Speisestärke
2 gut gehäufte El Mehl
1 Prise Salz


Vanille Käsekuchen

Zubereitung



  1. Sahne fast zum Kochen bringen und die ausgekratzte Vanille mit Schote über Nacht darin einlegen (Sahne in den Kühlschrank)
  2. Für den Mürbeteig alle Zutaten schnell zu einem glatten Teig verkneten, daraus eine flache Kugel formen und in Folie gewickelt für mindestens eine Stunde oder über Nacht kühl ruhen lassen.
  3. Den Teig auf einer bemehlten Fläche ausrollen, in die zuvor gut ausgefettete und bemehlte Springform legen und einen minimalen Rand formen. Alles in den Kühlschrank geben.
  4. Den Backofen vorheizen auf 175° - 180°C  Ober/Unterhitze.
  5. Das Eigelb mit 150g Zucker in einer großen Schüssel schaumig schlagen. Den Schichtkäse, die Vanillesahne, Vanilleextrakt, und abgekühlte Butter unterrühren. Mehl und Speisestärke in drei Schritten über die Masse sieben und kurz, aber gut einrühren.
  6. Das Eiweiß mit dem Salz und den restlichen 100g Zucker sehr steif schlagen, dabei erst das Eiweiß weiß-schaumig schlagen und dann den Zucker langsam reinrieseln lassen. Das Eiweiß mit einem Gummispatel vorsichtig unter die Käsekuchenmasse arbeiten.
  7. Die Füllung auf den rohen Mürbeteig gießen und oben glatt streichen. Ca. 1 Stunde  backen, dabei die ersten 5 Minuten die Ofentür leicht geöffnet lassen, nach 20 Minuten, den Kuchen in die Mitte des Backofens stellen und während der gesamten Backzeit den Rand zweimal von der Form lösen. Man muss ein wenig aufpassen beim Käsekuchen, aber es lohnt sich. Der Kuchen ist fertig, wenn er in der Mitte noch schön wabbelt und oben nur leicht gebräunt ist. Eventuell  beim Backen zum Schluss mit Alufolie abdecken. Den Kuchen im geöffneten Backofen ganz auskühlen lassen. Ganz abgekühlt mit etwas Puderzucker bestreuen oder nach Lust und Laune dekorieren.
Zu Ostern kommen bei mir ein paar Eier und ein wenig Karottengrün auf den Kuchen.

Frohe Ostern,

Simone


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