Freitag, 20. November 2015

Kürbisquiche und das Foodblogger-Herbsttreffen in Hamburg

Nach dem Foodblogger-Treffen ist vor dem Foodblogger-Treffen - es kommt nämlich bald das nächste und da muss ich doch schnell noch meinen kleinen Bericht über das letzte so schöne und leckere Treffen und das Rezept für meinen kuliniarischen Beitrags zeigen. Es ist eine Kürbisquiche in einem knusprigen Teig mit etwas Curry, Orange und einem Hauch Zimt. Das Rezept findet ihr wie immer am Ende des Beitrags. 

Kürbisquiche


Die Bloggertreffen in dem wunderschönen Loft in Winterhude sind jedes Mal ganz besonders lecker und einfach schön. Einige Blogger kommen neu dazu, ein harter Kern kommt immer wieder. 
Wer auch einmal dabei sein möchte, meldet sich einfach in der dafür eingerichteten Facebookgruppe: Norddeutscher Foodbloggerstammtisch. Kulinarisch gibt es immer ein jahreszeitlich passendes Thema - diesmal, man ahnt es: Herbstgenuss. 
Ich habe eben besagte Quiche beigesteuert, daher seht ihr sie hier permanent in diesem Beitrag. Jetzt lasse ich einfach die Bilder sprechen. 



Kürbisquiche



Elbler hat uns großzügig mit Erfrischungen versorgt. Der unglaublich leckere Cider vom Alten Land hat noch eine kleine Schwester, die Morleschorle bekommen. Den Elbler trinke ich eigentlich lieber im Sommer, wir haben aber auch noch Glühapfel bekommen, der passte wieder.


Kürbisquiche






Sooooo unglaublich gut war das Ochsenschwanzragout vom Kleinen Kuriositätenladen.



Kürbisquiche
Langsam wird's gemütlich. Den Blumenschmuck habe ich übrigens selbst gepflückt und mich dabei großzügig in Parks und Gärten bedient. Ich bin allerdings nirgends eingebrochen.



Kürbisquiche



Links ein phänomenales Schichtpesto aus gelber und roter Bete, auch von Steph, aber soviel ich weiß, noch ohne gebloggtes Rezept.




Von links nach rechts: Daniela von Caffepause, Bella von Bella Kocht, Lisa von Torte-llini, Jana von Nom Noms - Treats of Life, Janina von Kleines Kulinarium, Sandra von Schlemmerliese, meine Wenigkeit, Kathrin von Ku(e)chenschwester, Nadine von Sweet Pie, Swantje von Schwanenkost und Steph von Kleiner Kuriositätenladen, die aufopferungsvoll diese Foto geknipst hat und leider nicht mit auf dem Bild sein kann. Dani von Danielas Gedanken/Kieler Küchenteufel ist zu spät und ist leider auch nicht mit auf dem Bild.

Kürbisquiche


Jetzt kommen wir zur Quiche und wie und warum ich sie gerade so und nicht anders gebastelt habe. Ich habe neulich in Berlin auf dem Tanksgiving Dinner von SisterMAG eine ganz hervorragende, eigentlich die allerbeste Kürbissuppe ever (mal abgesehen von meiner hier im Blog) geschlürft. Genau diesen Geschmack wollte ich wieder haben und das Ergebnis kommt dem Original sehr nahe. Man nehme: Viel Kürbis, etwas Orange, einen Hauch Curry und eine Winzigkeit Zimt.
Et voilà die Suppe wurde zur Quiche.
Schnell noch meinen Lieblings Pastry Teig drumherum und das kulinarische Herbstglück ist perfekt.
Anmerkungen und Tipps:
Die Teighülle enthält etwas Zucker, wodurch der Teig nur ganz leicht süßlich wird, er ist aber für die knusprige Konsistenz des Teiges nötig und sollte nicht weggelassen werden. Zu vielen Quiches passt er hervorragend und zu Kürbis, der ebenfalls leicht süß ist besonders. Der hohe Rand der Quiche entsteht dadurch, dass man den Teig oben am Springformrand fixiert. Trotzdem wird er möglicherweise an einigen Stellen abreißen und muss (vorsicht heiß) mit einem Spatel noch einmal festgedrückt und leicht hoch geschoben werden. Es gelingt zu 99% einen sehr hohen Teigrand zu erhalten.
Ich habe Muskatkürbis verwendet, weil er mir als Viertel beim Grünmann angeboten wurde, Hokkaido und Butternut eignet sich natürlich ebenso. Ich würde in diesem Fall aber auch die beiden Sorten schälen, obwohl es sonst nicht nötig ist.

Quelle: Leicht angelehnt an eine Quiche von Schuhbeck, Gewürze von mir, der Tarteboden von Thomas Keller.


Kürbisquiche




Für eine Springform von 26 cm Durchmesser

Zutaten 

 Teighülle

 250 g Mehl
 225 g Butter, eiskalt
 50 g Zucker
 1/4 Tl Salz oder etwas weniger für süße Gerichte
 60 ml Wasser, eiskalt (einige Minuten in den Froster stellen)

 Füllung 

550 g Kürbisfleisch ohne Schale gewogen
Saft von einer Orange
50 ml Gemüsebrühe
1 Tl Currypulver, ich hatte dieses: Curry 'Bremer' Gewürzmischung
1 Tl Zimt
1 kleine Knoblauchzehe
Schale 1/2 Orange
2 Bio-Eier und
1 Eigelb
150 ml Sahne
Pfeffer/Salz Piment d'Espelette,
obenauf gestreut Schöne Salatblätter, wie Asiasalat, Postelein, oder was gefällt.                              





Zubereitung



  1. Teigboden und Rand Das Mehl mit dem Salz und dem Zucker vermischen. Die Butter mit der Hälfte des Mehls zügig verkneten, dabei die Butter in Stückchen nach und nach zugeben. Nach der Butter wird das restliche Mehl eingearbeitet und anschließend das Wasser eingeknetet. 
  2. Der Teig wird nun zu einer flachen Kugel geformt in Folie eingepackt und ruht mindestens eine Stunde im Kühlschrank, kann aber auch zwei Tage drin bleiben. 
  3. Eine Springform gut einfetten. Den Teig auf einer bemehlten Fläche möglichst gleichmäßig rund ausrollen, dafür die Oberfläche des Teiges ebenfalls einmehlen. Der Teig sollte die Größe der gewünschten Form + Rand + 2 cm zum Umklappen erhalten. Teig über ein Nudelholz rollen und so über die Backform bugsieren. Den Boden und den Rand so gleichmäßig wie möglich in die Form drücken und drauf achten, dass der Teig gleichmäßig oben überlappt. Den Teigboden mehrmals mit der Gabel einstechen. 
  4. Die Form für weitere 20 Minuten in den Kühlschrank geben und den Ofen vorheizen auf 175° Ober/Unterhitze. 
  5. Den Tarteteig 30-40 Minuten backen (eher 30), die ersten 15 blind (Backpapier und Hülsenfrüchte), den Rest solo. Zwischenzeitlich gucken, ob der Teig an Ort und Stelle bleibt, sonst mit einem Spatel etwas nacharbeiten. Den Tarteboden in der Form vollständig auskühlen lassen. Vorsichtig den oberen Rand des Teiges abbröckeln und ihn aus der Form befreien.


 Füllung


  1. Ofen auf 180 Grad Ober/Unterhitze vorheizen.  Das Kürbisfleisch ohne Schale kleinschneiden. Für die Optik ganz nach Gusto einige schöne, etwa 1 cm dicke Stücke herausschneiden , den Rest kleiner schneiden, er wird später püriert. 
  2. Gemüsebrühe in einem ausreichend großen Topf erhitzen. Kleingehackten Kürbis in der Gemüsebrühe in etwa 15 Minuten weich dünsten und die größeren, schönen Stücke obenauf legen. Letztere nach dem Kochen beiseite legen. 
  3. Zu dem restlichen Kürbis den Orangensaft, die Zesten, Curry, Zimt etwas Pfeffer, Salz und die Sahne geben. Mit der Hand oder im Blender gut mixen und etwas abkühlen lassen. Ei hinzufügen und noch einmal abschmecken. 
  4. Füllung in den vorbereiteten Teig gießen und so lange backen, bis der Teig ein wenig fest wird. Nach 10 Minuten, wenn die Fülle leicht gestockt ist, die schönen Kürbisstücke nun vorsichtig auflegen und eventuell etwas herunter drücken, sodass sie mit der Tartefüllung auf einer Ebene liegen. 30 Minuten backen, bis die Masse ganz gestockt, aber die Tartehülle noch nicht zu dunkel ist. 
  5. Die völlig abgekühlte Quiche mit Blättern belegen und Piment d'Espelette darüberstreuen.

Wie ihr die Quiche gestaltet bleibt völlig euch überlassen, ich werde sie beim nächsten Mal etwas "unordentlicher" und asymmetrisch gestalten. Bei mir seht ihr sie heute mit zwei verschiedenen Salatvarianten. Macht es euch bunt und genießt den Herbst,

Simone

1 Kommentar:

  1. GUAT das i no an KÜRBIS hab,,,,
    schaut sehr LECKA aus,,,freu,,,freu,,,,,

    hob no an feinen ABEND
    bussale bis bald de BIRGIT

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