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Freitag, 21. Oktober 2016

Murgh Makhani - Original Indian Butter Chicken

मुर्ग़ मक्खनी Indisches Butter-Hühnchen - nach einem der hunderttausend Originalrezepte


Einmal gegessen und sofort verliebt. Inzwischen habe ich es schon vielfach verdrückt und es wird allerhöchste Zeit ein gutes Rezept zu teilen.
Butter Chicken schmeckt so unglaublich gut, dass man sich fragt, warum es in Deutschland lange relativ unbekannt war. Neben Chicken Tikka Masala ist es wohl zurecht, eins der weltweit am meisten gegessenen Rezepte der indischen Küche und im Gegensatz zum Tikka stammt es auch tatsächlich aus Indien.

Murgh Makhani - Original Indian Butter Chicken


Erfunden haben soll dieses genial leckere, sehr würzige aber nur mild scharfe Gericht ein Herr Kundan Lal Gujral in seinem Restaurant Moti Mahal in Dehli. Das hat er super gemacht! Ein Gericht das um die Welt geht, muss man erstmal erfinden.

Während ich hier über ein Gericht schreibe, das längst gegessen und fotografiert wurde, überlege ich schon, ob ich es heute wieder kochen kann. Vorausgesetzt es ist Wochenmarkt mit einem guten Bio-Schlachter und es sitzen einige Familienmitglieder mit mir am Abendbrotstisch. Schon der Gedanke an das Gericht löst Pawlowsche Reflexe aus.

In die Familie gebracht hat das Butter Chicken mein fleißig jobbender Sohn, der mit der Crew scheinbar dreimal die Woche indisch in der Schanze isst und dachte: Das können wir auch!


Murgh Makhani - Original Indian Butter Chicken
Können wir! Ich habe mich durch drölfzig Rezepte gelesen und habe mich nach langer Recherche für das, einer indischen Bloggerin entschieden. Leicht adaptiert - wer hat schon einen Tandoori-Ofen im Haus? Es geht aber auch ohne.


Obwohl natürlich es gut Butter enthält, ist es lange nicht so viel, wie es klingt. Pro Person etwa ein Esslöffel voll, der sich aber über alle Maßen lohnt.
Murgh Makhani - Original Indian Butter Chicken

Infos, Tipps und how to's



Ein original Butter Chicken verlangt nach Kasoori Methi. Das sind getrocknete Bockshornkleeblätter, die es im indischen Feinkostgeschäft oder online gibt. Ich habe sie bestellt und bekam sie innerhalb von 5 Tagen geliefert.
Klar geht das Butter Chicken auch ohne, es schmeckt sogar toll. Wenn sie aber zum Gericht gehören, treibt mich der Ehrgeiz und ich halte mich dann gern weitestmöglich an das Original.

Eigentlich verlangt das Gericht auch nach einem Tandoori Ofen. Den habe ich aber nun wirklich nicht und möchte mir auch keinen zulegen. Man kann das Fleisch auch grillen, im Backofen garen oder alternativ in der Pfanne braten.

Murgh Makhani - Original Indian Butter Chicken





In  vielen Rezepten wird nach Chili Powder gefragt. Diese international bekannte und variierende Gewürzmischung gibt es hierzulande selten zu kaufen, ist aber fix selbstgemacht.



Chili Powder

3 Tl Paprika
2 Tl Oregano
1 Tl Cumin
1 Tl Cayennepfeffer

Reicht für mehrere Gerichte

Garlic paste - ginger paste 
Kommt in vielen indischen Gerichten vor und besteht aus in Wasser püriertem Knoblauch und/oder Ingwer.

50 g Knoblauch, 80 g Ingwer geschält und in kleine Stücke geschnitten mit eben so viel Wasser mischen, dass man es gut pürieren kann. Erst Wasser in ein schlankes Gefäß geben, darauf die Stückchen und dann pürieren.

Diese Menge Garlic paste - ginger paste reicht für mindestens 2 Portionen unten angegebener menge also für 8 Personen. Die Paste lässt sich gut einfrieren und geringere mengen kann man selbst mit einem Stabmixer schwer herstellen.

Curry kommt nicht an dieses Gericht, es ist eins. Nur in Europa ist Curry eine Gewürzmischung in Indien heißt es Masala. Und wir benötigen das allgegenwärtige Garam-Masala was in etwa heißes, oder wärmendes Gewürz bedeutet.

Die Marinade braucht Zeit. Das Huhn sollte ein paar Stunden, besser über Nacht marinieren.

Murgh Makhani - Original Indian Butter Chicken








Diese gusseinerne Pfanne von Staub ist übrigens mein absoluter Favorit. Ich bin  schwer verliebt in die rustikale Optik.
Diese  Pfanne ist nicht nur wunderschön, sondern bereits emailliert und braucht nicht mehr eingebrannt zu werden. Sie hat  hervorragende wärmespeicherne Eigenschaften und die Hitze wird gleichmäßig über den ganzen Pfannenboden verteilt. Sie ist für alle Herdarten, natürlich auch für Induktion bestens geeignet, verträgt die größte Hitze, braucht andererseits aber nur wenig um Speisen wunderbar anzubraten und zu garen. Große Klasse!

Murgh Makhani - Original Indian Butter Chicken

Lange Vorrede - jetzt kommt das Rezept und das ist kinderleicht.
Quelle: Ich habe mich sehr eng an das Rezept der indischen Bloggerin eCurry gehalten.

Für 4 Portionen

Zutaten

1. Marinade

700 g Hühnerbrustfilet 
1 Tl Chili Powder
2 El Zitronensaft
1/4 Tl Salz

2.Marinade

obige marinierte Hühnchenstücke

100 g Joghurt
1 Tl Kasoori Methi siehe oben
2 Tl Senföl, alternativ anderes Öl
1 großzügiger El Knoblauch-Ingwer-Paste, siehe oben

Keine Zeit und Lust 2 x zu marinieren? Dann macht zur Not alles mit allen Zutaten in einem Rutsch.

Butter Sauce/Makhani Masala


4 El Butter, etwa 80 Gramm

2 mittelgroße Zwiebeln, fein in Streifen oder gewürfelt
1 El Zucker
1/2 Tl Zimt
1/4 Tl Kardamom
2 Nelken
1 El Knoblauch-Ingwer-Paste
650 ml Tomaten frisch oder aus der Dose
1 El Paprikapulver
100 ml Sahne
Pfeffer/Salz
Cayennepfeffer oder Chili Powder zum Abschmecken
Sahne als Finish

optional  10-20 Cashewnüsse oder Mandeln entweder geröstet oder eingeweicht, püriert und in die Sauce gemischt. Im letzten Fall freut sich derjenige, der Nussmus fertig hat ;-)

Zubereitung

Chili Powder und Knoblauch/Ingwer Paste  getrennt anmischen




1. Marinade


Hühnerbrustfilets in Würfel schneiden und mit den anderen Zutaten gut vermischen. 20 Minuten marinieren.



2.Marinade



Alle Zutaten gut mit dem Huhn vermischen und ein paar Stunden, besser über Nacht marinieren. 

Das fertig marinierte Huhn wird nun gebraten, gegrillt oder geröstet. Glücklich ist, wer zufällig einen Tandoori ofen besitzt, eine gute Pfanne oder ein Grill tut es aber auch. 
Huhn beiseite stellen.

Butter Sauce/Makhani Masala

  1. Die Hälfte der Butter in Topf oder Pfanne erhitzen und die Zwiebeln mit dem Zucker 5-10 Minuten bei mittlerer Hitze goldbraun karamellisieren lassen. 
  2. Kardamom, Zimt und Nelken hinzufügen und einige Minuten rösten.
  3. Restliche Butter und  Knoblauch-Ingwer Paste hinzufügen und kurz mitrösten.
  4. Tomaten und Paprikapulver 20 Minuten mitkochen
  5. Alles ganz fein pürieren.
  6. Kasoori Methi, Sahne, Huhn, Pfeffer/Salz, gegebenenfalls pürierte Nüsse und nach Wunsch etwas Wasser hinzufügen und 15 Minuten leicht simmern lassen. Die Sauce sollte dickflüssig und reichlich sein. Zuviel Sauce geht hier fast nicht, sie schmeckt so gut!
Die Köstlichkeit final mit Pfeffer/Salz und Chili Powder abschmecken und gleich oder später servieren. Ich habe festgestellt, das mehrmaliges erwärmen dem Gericht nicht schadet und das lange marinierte Huhn ist butterweich.



Dazu schmeckt Basmati Reis, Natur, gewürzt oder Pilaw Reis.




Murgh Makhani - Original Indian Butter Chicken Ich hoffe, ich habe euch ein wenig Appetit auf feines indisches Fast Food gemacht, das kinderleicht zu kochen ist und absolut umwerfend schmeckt!

Kocht euch um die Welt, 

Simone



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Kommentare:

  1. Das klingt mal lecker -danke!
    Liebe Grüße, Mo

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  2. Das klingt megalecker! Ich esse Butterchicken beim Inder wirklich gerne, aber alle Tage geht man da schließlich auch nicht hin ... Das Rezept merke ich mir auf jeden Fall!
    Liebe Grüße
    Carolin

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    Antworten
    1. Wenn du ohnehin gern indisch isst, MUSST du es quasi ausprobieren Carolin, es wird dir bestimmt gefallen.

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  3. was für wunderschöne Bilder- möchte sofort nach Indien reisen ! Aber mit deinem Rezept holt man sich eben den Urlaub nach Hause, ist auch toll :-)

    love
    sophia

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    Antworten
    1. Welch ein Kompliment! Ganz herzlichen Dank liebe Sophia.

      Löschen
  4. Hallo Simone,
    soooooo lecker war´s,mjam mjam!!!Ich habe anstatt des nicht vorhandenen Kasoori Methi Schabzigerklee genommen,da dieser mit dem Bockshornklee verwandt ist.Ein unbedingter Wiederholungstäter.
    Viele Grüße
    Petra

    AntwortenLöschen



Hallo, ich bin Simone, wie schön, dass Ihr hergefunden habt. S-Küche ist mein Foodblog über frische Ideen, kreative Rezepte und gutes Essen.
Was euch hier erwartet: Selbstentwickelte Rezepte, ganz selten Nachgekochte, die aus dem einen oder anderen Grund auf diesem Blog landen.

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