Oder wie man durch Guildo Horn den ESC viel besser ertragen kann
Guildo Horn hat diesen Klassiker mit dem piefigen Charme der fuffziger und sechziger einst ins neue Jahrtausend gerettet. Und das ist gut so – Nussecken schmecken einfach genial. Was um und bei 300 g Butter und Zucker und Unmengen von Nüssen und Mandeln ja auch kein Wunder ist.
Piep, Piep, Piep!

Gebacken habe ich auch nach dem “Originalrezept” aus der Sendung, mit wenigen Änderungen. Margarine kommt mir nicht über die Schwelle, sie wurde durch Butter ersetzt, Vanillezucker durch Vanilleextrakt und eine Hälfte der Aprikosenkonfiture durch Tiptree Orangenmarmelade mit Malt Whisky. Die hätte Guildo auch verwendet, wenn er sie gekannt hätte, da bin ich mir sicher.Und zwar so:
Für 24 Stück – ein Backblech
300 g Mehl
130 g Butter, kalt und gewürfelt
100 g Zucker
Vanilleextrakt oder selbstgemachter Vanillezucker
1 TL Backpulver
2 Bio-Eier
200 g gehackte Mandeln
3 EL Aprikosenkonfitüre
Haselnüsse und Mandeln 2 Sek/Turbo zerkleinern. Butter 1 Minuten/90°/Stufe 5 schmelzen. Nüsse, Mandeln, Zucker und Vanille sowie 4 EL Wasser hinzufügen und 5 Minuten/100°/Stufe 1 köcheln lassen.
- Backofen vorheizen auf 175°C. Backblech mit Backpapier belegen (ist es zu schmal, noch einen Streifen Backpapier mit dazulegen. Das gesamte Blech und auch 2 cm vom Rand sollten belegt sein, die Zucker-Nussmasse klebt höllisch). Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche zu Backblechgröße dünn ausrollen, mit der Konfitüre, Marmelade oder hälftig mit beidem dünn bestreichen.
- Die Nussmischung darüber gießen und gleichmäßig verstreichen.
- Etwa 35 Minuten backen, oder bis die Nussmischung goldbraun glänzt und verführerisch duftet.
- Die Nussplatte 15 Minuten fest werden lassen erst dann vom Backblech nehmen. Die Nussecken sollten noch warm geschnitten werden, ist die Masse erst einmal kalt, ist sie steinhart und lässt sich nicht gut scheiden. Rundherum den Rand abschneiden anschließend erst 12 Quadrate und daraus mit diagonalen Schnitten 24 Dreiecke scheiden.
Wer gerade an seiner Frühlingsfigur arbeitet, darf dieses Rezept zwar lesen und nachbacken, aber die himmlisch duftenden Teilchen leider nicht essen. Alle anderen – lasst es euch schmecken. Und hoffentlich ist bei dem ESC im Mai mal wieder was Vernünftiges am Start. Ich bin ja Jamie Lee Fan, seit den Blind Auditions, sehe das Lied aber leider nicht vorn.
Zuletzt am 14. Juli 2020 aktualisiert.








4 Kommentare
Tanja Hotopp
Als Guildo Horn beim Grand Prix 1998 teilnahm (lang, lang ist´s her…) gab es in der TV-Zeitschrift das Rezept seiner Mutter und nach dem backe ich noch heute – es ist genau dieses Rezept und es ist eins der meistgeclickten auf meinem Blog… einfach nur köstlich!
Liebe Grüße
29. Februar 2016 at 14:29Tanja
Simone
Wie großartig! Manchmal sind ja die einfachen Klassiker das Beste!
2. April 2016 at 14:01Die Gourmettatze
Liebe Simone,
ich selbst komme aus Trier, der Geburtsstadt von Guildo Horn und ich kann vollkommen verstehen, warum er Nussecken so liebt, denn in Trier schmecken sie wirklich am Besten. Ich habe schon so viele probiert, besonders hier in München, meiner Wahlheimat, aber da ist es sinnvoller investiert, das Geld für eine Breze auszugeben 🙂
liebe Grüße!
1. März 2016 at 10:20Simone
Leider war ich noch nie in Trier, es steht aber schon länger auf meiner Wunschliste.
2. April 2016 at 14:02