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Traditionelles Roggen Flatbread aus Island – Flatbrauð – das schnellste Brot

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Traditionelles Roggen Flatbread aus Island – Flatbrauð – ohne Ausrollen und ganz schnell und einfach in der Pfanne gebacken.

Traditionelles Roggen Flatbread aus Island - Flatbrauð

 

Auf meiner Kulinarischen Tour durch Island gab es natürlich auch das traditionelle weiche Rye Flatbread, auch Flatkaka genannt oder eben Flatbrauð. Man kennt es so oder so ähnlich eigentlich in ganz Skandinavien und es stammt aus einer Zeit, als es noch keine Öfen gab und man auch sonst nur das Nötigste hatte um Brot zu backen. Es besteht nur aus Mehl, Salz und Wasser bzw. oft auch aus einem Hauch Backpulver, welches man jetzt halt zur Verfügung hat, um die Textur etwas gefälliger zu machen.

 

Traditionelles Roggen Flatbread aus Island - Flatbrauð

Island Iceland

Tradition

Die ersten Flatbreads wurden bereits im 9. Jahrhundert gebacken. Einfach über dem Feuer. Später kam eine findige Isländerin darauf, einen Topf kopfüber auf den Feuerofen zu setzen und das Brot auf dem Topfboden zu backen. Noch einfacher wurde es dann mit der Elektrizität – man legte den trockenen Fladen einfach direkt auf die Herdplatte. Nun gibt es auch die fast nirgends mehr und es gelingt jetzt ganz fantastisch in der guten alten  Gusseisenpfanne*, oder einer Alternative, die man richtig aufheizen kann. Ohne Fett in Minuten gebacken.

Flatbread ist in Island ein Dauerbrenner und erfreut sich auch heute noch größter Beliebtheit. Wir haben auf unserer Tour von Isländern sehr viel über ihre traditionellen Speisen erfahren – Flatkaka ist immer dabei – sei es zur Kaffeezeit, pikant belegt, oder als Lunch für Schule und Büro. Party, Feier oder Versammlung? Flatbread ist ein Muss.

 

Kaffeezeit

Wir waren bei der sympathischen Jóna – in der sensationellen Latzhose – in Isafjordur’s Kulturhaus zu Kaffee und Kuchen eingeladen. Neben den üblichen Klassikern, wie Rhabarberstreuselkuchen- Rhabarber wird in Island viel später reif als in Deutschland – gefülltem Pfannkuchen und Schnittchen mit Paté, gab es natürlich auch Flatbread.

Köstliche Roggenschnittchen mit viel guter Butter, Lachs und geräuchertem Lamm belegt, wie man es hier meistens macht. Die fand ich so köstlich, dass ich die Idee importiert und euch heute mitgebracht habe. Ebenfalls mitgebracht habe ich mir Schwarzes Lavasalz*. Eigentlich nichts anderes als weiße Meersalzflakes mit Aktivkohle, aber wunderschön als Deko. Dazu haben die Salz Flakes von Saltverk einen schön harten Crunch, der sich auf den Speisen nicht gleich in wohlgefallen auflöst.

 

Lava Salt

Flatbread mit Trick

Kennt ihr das? Ihr möchtet eine Kleinstmenge Brötchen backen, sagen wir mal 10 Stück und ihr seid trotzdem den halben Tag in der Küche? Genau so kann es euch mit dem einfachsten Brot aller Zeiten gehen, wenn ihr es ausrollt, rund ausstecht und wieder ausrollt. Das steht dann in keinem Verhältnis zum Ergebnis. Schließlich backen wir ja keine Festtorten, sondern Alltagskost. Ich habe einen Trick kennen gelernt, der alles viel, viel schneller macht.

Der recht feste Teig wird zu einem Zylinder geformt, von dem mit einem Tortenbodenschneider* hauchdünne Scheiben abgeschnitten werden. Genial! Geht blitzschnell innerhalb weniger Minuten. Anschließend wir der Teigling bei Bedarf noch etwas platt gerollt und von jeder Seite etwa 2 Minuten gebacken, that’s it.

 

Traditionelles Roggen Flatbread aus Island - Flatbrauð

Traditionelles Roggen Flatbread aus Island - Flatbrauð

Der Trick mit dem Wasser

Der fertige Fladen wird für einige Sekunden in lauwarmes Wasser getaucht. So bleibt er weich bis zum Verzehr, ohne Wasser hätte man in kürzester Zeit Knäckebrot.

 

 

Traditionelles Roggen Flatbread aus Island – Flatbrauð

Zutaten

für 8-14 Brotfladen, je nach gewünschter Größe

200 g Roggenmehl
100 g Weizenvollkornmehl, oder Type 550
1/2 Tl Salz
1/2 Tl Backpulver
300 ml kochendheißes Wasser, nach Bedarf etwas mehr
Mehl für die Arbeitsfläche
feuchtes Tuch

Zubereitung

Mehle, Salz und Backpulver in einer Rührschüssel mischen.
Heißes Wasser hinzurühren, das geht mit dem Thermomix, aber genau so schnell mit dem Kochlöffel.
Der Teig kühlt schnell ab und kann dann sobald es geht, auf der Arbeitsfläche kurz durchgeknetet werden.

Einen rund 12-16 cm großen  Zylinder formen  und 3 mm dünne Scheiben abtrennen. Wird der Zylinder zu flach, kann  man ihn auf eine umgedrehte, flache, runde Form legen (siehe Foto oben rechts), damit er sich besser schneiden lässt.
Teiglinge mit etwas Mehl noch dünner ausrollen und gleichmäßig mit einer Gabel einstechen.
Pfanne gut erhitzen (bei mir auf Stufe 7-8 von 9) und das Flatbread von beiden Seiten backen, bis es dunkle Stellen bekommt. Nach dem Backen sofort für einige Sekunden in Wasser tauchen, anschließend Brote übereinander legen und mit einem feuchten Tuch bedecken.

Und so wird serviert:

Brote dick mit Butter bestreichen – Isländer lieben Butter – und mit geräuchertem Lachs, geräuchertem Lammaufschnitt, Wurst oder Käse nach Wahl belegen. Falls sich jemand fragt: ich hatte noch einen Klecks Skyr, etwas Fenchel und schwarzes Lavasalz auf dem Brot.
Seid ihr neugierig auf Island geworden? Dann lest euch doch gleich mal meinen Beitrag über unsere eisig-schönen Tage in Island durch, oder bucht einfach gleich einen Flug in dieses wunderschöne Land.

Macht es euch warm und gemütlich, oder vielleicht machen es ja die Elfen für euch,

Simone

 

Traditionelles Roggen Flatbread aus Island - Flatbrauð

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2 Comments

  • Izabella

    Liebe Simone,
    Witzig, dass es bei dir einen halben Tag dauert, bis ein Brot gebacken ist 😉 Meiner Meinung nach ist das nur eine Sache der Übung! Ich brauche AKTIV ungefähr 30 Minuten pro Brot – und bei mir fallen die immer großer aus, damit ich sie teilweise einfrieren kann! Und backen bzw. gehen kann das Brot ja von selber, da muss ich nicht daneben stehen 🙂
    Viele Grüße, Izabella

    26. Oktober 2018 at 10:47 Reply
  • Simone

    Liebe Izabella,
    selbstverständlich können Brot und Brötchen alleine gehen, es dauert aber eben länger, bis man hineinbeißen kann als bei diesem Flatbread. Werden Brötchen rund geschliffen und kommen sie dann erneut zum gehen, dauert es einfach länger – Übung hin Übung her. Ich freue mich aber für dich, dass du eine so geübte Brotbäckerin bist und es dir leicht von der Hand geht. .

    10. November 2018 at 15:47 Reply
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