Reisen

Say hei to Skrei – Mit den Fischern angeln in Lofoten

WERBUNG/KOOPERATION

Unser Skrei Abenteuer im unsagbar schönen Norden von Norwegen: So wird der großartige Winterkabeljau vor fantastischem Panorama nachhaltig geangelt.

Skrei mit en Fischern in Lofoten angeln

 

Hei Skrei reimt sich tatsächlich. Die Norweger sprechen es ei und nicht ai aus und die müssen es wissen, schließlich ist der Skrei ein norwegischer Fisch. Und was für einer! Herrlichstes schneeweißes Fleisch mit einer klaren Segmentierung und ganz wunderbarem Geschmack. Von Januar bis April gibt es für mich nichts besseres und landet wenig anderer Fisch auf meinem Teller.

Welch großes Glück, wenn man dann gebeten wird, beim Skrei-Fischen in Lofoten dabei zu sein.  Seafood  from Norway lud ein zu dieser spannenden Pressereise. Und welch ein Abenteuer in einer Landschaft, die so überwältigend schön ist, dass jegliche Beschreibung unzulänglich bleibt.
Sie ist Meer und Gebirge in einem. Zumeist zweifarbig – je nach Wetter grau-weiß, oder wie wir es hatten – blau-weiß. Kommt dann ein Ort, oder manchmal auch nur ein Haus dazu, ist das Bild plötzlich so bunt, dass man automatisch zu lächeln beginnt.
Diese Reise war Abenteuer und Mission in einem – der Skrei ist ein so wunderbarer Fisch und dessen Fangmethoden in Norwegen so nachhaltig, dass man gar nicht genug darüber erzählen kann.

Mit an Bord waren neben Pressevertretern aus ganz Deutschland auch Maja von Moey’s Kitchen, Stefan von Nordic Wannabe.

 

 Mit den Fischern angeln in Lofoten. Unser Skrei Abenteuer im unsagbar schönen Norden von Norwegen

Foto: Marius Fiskum
www.mariusfiskum.no

Skrei – der Wanderer aus der Barentssee

Alljährlich ab Dezember wandert der geschlechtsreife Skrei im Alter von 5-7 Jahren aus der Barentssee nördlich von Spitzbergen zu seinen Laichplätzen an der Küste Norwegens. In Lofoten tummeln sich ganz besonders viele. Daher stammt auch der Name – Skrei heißt nichts anderes als Wanderer.
Durch die knapp 1000 Kilometer lange Reise wird das Fleisch des Fisches muskulös, fest und besonders fettarm. Der Skrei befindet sich auf dem Geschmackshöhepunkt und das Fleisch fächert sich gegart auf dem Teller ganz wunderbar auf. Ich liebe herkömmlichen Kabeljau schon sehr – Skrei ist noch um Längen besser. Probiert ihn unbedingt jetzt aus, wenn ihr ihn noch nicht kennt, die Saison ist kurz, sie reicht nur von Januar bis April. Dann wandert der Skrei den langen Weg zurück in die kältere Barentssee.

 

Skrei mit en Fischern in Lofoten angeln

Wir wohnten im Henningsvær Bryggehotell mit traumhafter Aussicht

Skrei mit en Fischern in Lofoten angeln

 Mit den Fischern angeln in Lofoten.

Zu den Fischern nach Lofoten

Wo war das doch gleich genau?

Zum Skreifischen nach Lofoten

Das Norwegische Lofoten ist eine vom Festland  durch den Vestfjord getrennte Region und liegt nördlich des Polarkreises im Atlantik. Weil Lofoten eben der Name eines Distriktes, eines Teils der gesamten Inselgruppe vor Norwegen ist,  heißt es korrekterweise in Lofoten und nicht auf den Lofoten, auch wenn man diese Version im Deutschen mindestens ebenso häufig liest.
Zirka 3000 Kilometer ging es für uns in den hohen Norden. Von Oslo nach Svolvær schließlich mit einer winzigen Propellermaschine zu einem Flughafen, auf dem außer unserem kein weiteres Flugzeug stand. Abenteuerlich aber herrlich.

Die Skrei-Fischerei hat in Lofoten eine Jahrhunderte alte Tradition. Jedes Jahr von Neuem wird die Ankunft des besten Kabeljaus von allen mit Spannung und großer Vorfreude erwartet. Skrei ist seit jeher die Überlebensgrundlage für viele Dörfer entlang der nordnorwegischen Küste. Selbst den Wikingern hat er schon als Handelsgut gedient. Zu Hunderten schwärmen nun die Fischerboote aus, um den herrlichen Fisch zu fangen. Raus fährt man bei klarer Sicht, denn die Fischer sind oft allein an Bord.
Auch wir fahren hinaus bei fantastischem Wetter mit herrlicher Sicht auf die atemberaubend schöne Landschaft und hunderte von Fischerbooten. Man staunt andächtig und friert nach einer Weile wie lange nicht mehr, aber das ist völlig egal – man merkt es nicht – weil das Erlebte zu fantastisch ist.
Wir rasen auf Rip-Booten über das wilde Meer und hoppen so von Schiff zu Schiff, von Fischer zu Fischer. Stolz wird der Fang gezeigt und überaus freundlich auf die Neugier von uns reagiert. Man freut sich über den Fang des Tages und präsentiert ihn gern.

 

Skrei mit en Fischern in Lofoten angeln

Rip Rafting vorbei an Seeadlern und Albatrossen zu den Skrei Fischern

Skrei mit en Fischern in Lofoten angeln

Skrei mit en Fischern in Lofoten angeln

Skrei mit en Fischern in Lofoten angeln

Skrei catching

Bereits am frühen Morgen geht es für uns los. Heute geht es richtig an Bord – wir angeln uns unser Abendessen.
Auf einem Boot inmitten schier endloser eisiger See, mit aus dem Wasser bis knapp 1000 Metern hoch aufragenden, schroffen Felsen mit einer Langleine zu angeln ist so besonders, dass es fast sprachlos macht. Man kann es kaum beschreiben, man muss es erleben.
Und ja, das kann man. Man kann schließlich einfach dorthin reisen und eine solche Tour buchen. Hier zum Beispiel, bei unserem Skipper Geir von XX-Lofoten.

 

 Mit den Fischern angeln in Lofoten.

 

 Mit den Fischern angeln in Lofoten.

 

 

Um die Bestände langfristig zu erhalten, läuft die Fischerei unter strenger Aufsicht und Regeln. Dadurch wird die Nachhaltigkeit des Fisches garantiert. So werden nur traditionelle Fischerboote für das Fischen verwendet. Man fängt den Skrei besonders schonend mit Langleinen, Handangel oder kleinen Wadennetzen – das gibt wenig Beifang und schont Flora und Fauna des Meeresbodens.
An Bord wird der Fisch rasch mit einem „Kehlschnitt“ getötet  und komplett ausblutet – das Fleisch kommt nicht mit Blut in Berührung. So bleibt es schneeweiß und verdirbt weniger schnell.

Und so ging es für uns: ran an die Kurbel und an die Langleine. Letztere muss kräftig auf und ab bewegt werden, um dem Skrei zu simulieren, dass er einen Hering sieht. Beißt er, merkt man dass sofort – es zieht sich deutlich schwerer. Jetzt wird gekurbelt und zwar lange, die Leine nimmt fast kein Ende. Verliert man den Fisch nicht auf dem Weg nach oben, ist die Freude groß. Ich selbst habe vorher noch nie geangelt, aber mein erster Skrei war ein 5 Kilo schwerer Kaventsmann. Der größte Skrei des Tages wog 9 Kilo – da lässt sich einiges daraus zubereiten.

 

 Mit den Fischern angeln in Lofoten.

Skrei mit en Fischern in Lofoten angeln

 

Der Skrei als geschützte Marke

Seit 2005 gilt der Skrei als eine eigene geschützte Marke, die mit einem Gütesiegel versehen wird, was  garantiert, dass der Fisch nach den strengsten Kriterien nachhaltig gefangen, verarbeitet und verpackt wurde. Denn anders als den herkömmlichen atlantischen Kabeljau gibt es Skrei nur während der Saison von Anfang des Jahres bis Ende April. Verifizierter Skrei muss aus der Barentssee stammen und im Norden Norwegens gefangen worden sein.
Skrei ist also ein Kabeljau aber nicht längst jeder Kabeljau ein Skrei. Dieser ist wirklich etwas ganz Besonderes und wird nicht umsonst das Gold der Lofoten genannt.

Wenn ihr dem Skrei schließlich mit dem Siegel im Geschäft begegnet, ist also garantiert, dass durch achtsame Fang- und Verarbeitungsmethoden ein ganz hervorragendes Produkt vor euch liegt.

 

Skrei mit en Fischern in Lofoten angeln

Skrei mit en Fischern in Lofoten angeln

Nachhaltigkeit

In den 80er Jahren ging es den Kabeljau-Beständen in Norwegen alles andere als gut, aber seitdem hat sich viel getan.

Heute hat Norwegen, dank den damals getroffenen Maßnahmen und der heutigen Fischereipolitik, den größten und nachhaltigsten Kabeljaubestand der Welt. Norwegens Fischer wissen: Wenn Wissenschaft, Behörden und die Fischereiflotte zusammenarbeiten, ist das für alle ein Gewinn. Der Fischer weiß natürlich; überfischt er den Bestand, ist in den Folgejahren nicht genug da.

 

Skrei mit en Fischern in Lofoten angeln

Skrei mit en Fischern in Lofoten angeln

 Mit den Fischern angeln in Lofoten.

Stockfisch auf Holzgestellen

Tongue to Tail

Es gibt aber noch einen weiteren, ganz entscheidenden Grund warum der Skrei für Nachhaltigkeit steht. Wie schon vor vielen hundert Jahren wird er auch heute vollständig verarbeitet. Hierzulande wird fast ausschließlich das Filet geschätzt, aber die Norweger wissen mit jedem Teil etwas anzufangen. Leber, Zungen und Rogen gelten als besondere Delikatesse. Wir durften Zungen und Rogen probieren und es war überaus köstlich. Bei gekochter Fischleber bin ich persönlich raus, schätze aber den aus ihr gewonnenen echten Lebertran sehr.
Aber auch die unedlen Teile des Skreis finden Verwendung. Übrige Innereien werden zu Fischfutter und alle Fischköpfe gehen getrocknet nach Afrika, wo sie eine ebenso beliebte wie günstige Basis für Suppen bilden.

Ein Teil des Skreis wird wie seit jeher auf großen Holzgestellen im Ganzen zu Stockfisch, oder aufgeschnitten auf Felsen als Klippfisch getrocknet. Getrockneter Fisch war ehemals rettende Notreserve, heute wird er vornehmlich in südliche Länder exportiert, wo er sich als Bacalao großer Beliebtheit erfreut. Er wird aber auch in Norwegen gegessen. Im Eintopf wie diesem zum Beispiel, schmeckt er absolut köstlich.

 

Skrei mit en Fischern in Lofoten angeln

In der Fischfabrik

Hier erfahren wir, was alles aus dem Skrei wird, wie man seine Teile je nach Verwendung sortiert und was schließlich als Edelstes Stück übrig bleibt und unter anderem in den deutschen Fischtheken superfrisch landet: Der schneeweiß fleischige Skrei hat pro Stück ein Gewicht von mindestens 2 kg, stets ohne Kopf – der wird ja auch woanders gebraucht – und ausgenommen. Der ununterbrochen bei 0º C – 2º C gekühlte Fisch ist so frisch, dass er eine maximale Haltbarkeit von immerhin 12 Tagen hat.

 

Mädchen und Kabeljauzungen

Mädchen und Kabeljau Zungen

Es ist eine uralte Tradition, dass sich die Mädchen in Lofoten ihr Taschengeld durch herausschneiden der Zungen aufbessern. Das sind die begehrtesten Jobs der ganzen Saison, wer schnell ist, verdient ganz enorm dabei. Ich konnte das kaum glauben. Hierzulande ekelt man sich als Kind ja gern schnell und in Norwegen machen die SOWAS? Freiwillig?
Wir durften zuschauen. Fröhliche Teenies bei der Arbeit, die flott von der Hand ging. Sie seien 13, erzählten sie und machen das täglich, jetzt in der Saison. Tagsüber ist Schule und abends Fisch. Auf die Frage, ob das nicht irgendwie unappetitlich für sie sei, kam ein energisches Kopfschütteln. Warum auch, sie machen das seit sie 9 sind! Bei dem Verdienst aber immer wieder gern. Den Rest des Jahres brauchen sie sich dann über Geldmangel keine Sorgen machen. Zungen-Jobber seien gewarnt: Diesen Job dürfen dort traditionell nur norwegische Mädchen von den Lofoten verrichten. Bei der Vorstellung, ich werde das den Prinzessinnen meiner Bekannten erzählen und zeigen, muss ich die ganze Zeit grinsen. Aber alles hat zwei Seiten, die einen haben saubere Finger und die anderen am Ende der Saison einen Kajak.

 

 Mit den Fischern angeln in Lofoten.

 

Skrei genießen

Ein feines Skrei Rezept gibt es von mir im nächsten Beitrag. Dann zeige ich auch was wir in Henningsvær vielfältiges und wirklich tolles aus Skrei aufgetischt bekommen haben.
Ein paar Bilder um den Appetit anzuregen kommen aber schon. Sieht das nicht fantastisch aus?

Aurora borealis – die fast unwirklichen Nordlichter

Wann man die schönsten Polarlichter sehen kann und wie groß die Wahrscheinlichkeit ist, sie überhaupt zu erleben, ist eine Wissenschaft für sich. Manchmal reist man ihnen länger hinterher und manchmal hat man einfach nur Glück.
So wie wir. Als wir an unserem letzen Abend von unserem gemütlichen Skrei Dinner nach draußen traten, leuchtete der Himmel. Was für ein Glück und oh, wie schön!
Die Nordlichter haben mich so überrascht, dass die Aufnahmen völlig unscharf geraten sind – kein Stativ dabei und hey, wie stelle ich dafür meine Kamera überhaupt ein? Zeigen möchte ich die Bilder trotzdem – allzu schön und ergreifend war es für uns und wir waren dementsprechend aufgeregt – Aurora Borealis oder Lady Aurora.

 

 

Für meinen Skrei habe ich mich vom unglaublich schönen Leuchten des Nordlichts inspirieren lassen: SKREI MIT BÄRLAUCH UND SENFRAHM

Bleibt mir hungrig,

Simone

Weitere berichte über dieses Abenteuer gibt es bei Moey’s Kitchen Abenteuer Lofoten – Skrei-Fischen in Norwegenund  NordicWannabe: Auf der Suche nach Skrei vor den Lofoten, Norwegen

 

Foto: Marius Fiskum
www.mariusfiskum.no

 

Spannend und köstlich unterwegs  für Seafood  from Norway

 

Mit den Fischern angeln in Lofoten.

0

You may also like

Leave a Reply