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Kürbis Käsespätzle – Alpenglück durch nachhaltige Almwirtschaft #sennermeetsblogger

Kürbis Käsespätzle - Alpenglück und Seelenwärmer #sennermeetsblogger

Kürbis Käsespätzle – von zufriedenem Tiroler Grauvieh, einem ganz besonderem Senner und Genuss auf der Alm

 

Dieser Beitrag enthält Werbung für meinen Partner Agrarmarkt Austria

 

Im September durfte ich ins Ötztal nach Tirol reisen und habe dort einen ganz besonderen Senner, Bauern und Hüttenwirt getroffen.
Was Jakob Prantl schließlich mit meinen Kürbis Käsespätzle zu tun hat, davon erzähle ich euch heute. Vorab soviel: Käsespätzle schmecken großartig, das wissen wir ja schon. Noch besser findet meine Family sie in der dunkleren Jahreszeit mit herrlichem Kürbis.
Und noch viel besser schmecken sie, wenn man sie mit richtig gutem Käse macht und wenn man weiß, wo der herkommt.

Eine schöne Portion Käsespätzle, am besten noch mit Aussicht ist etwas Wunderbares. Deswegen gibt es hier heute etwas Bodenständiges zum satt werden, das einfach alpenglücklich macht.

Dieses Alpen-One-Pan Gericht ist übrigens in 20 Minuten auf dem Tisch!

Tiroler Grauvieh Gampe Thaya_

#sennermeetsblogger

#sennermeetsblogger ist ein ganz wunderbares Projekt, welches der Agrarmarkt Austria 2017 ins Leben gerufen hat. Seit mehreren Jahren darf ich in Tirol Senner treffen, die mir ihre Geschichten erzählen. Von ihrer Arbeit, dem Handwerk, den Traditionen und vom guten Käse, der in den Bergen seinen Ursprung hat.
Meine vielen Erlebnisse mit Menschen und Tieren inmitten der so oft atemberaubend schönen Natur haben mich mitten ins Herz getroffen: Liebe, Tradition, gutes Handwerk, Nachhaltigkeit  – der Weg von der Kuh zum Käse wird hier mit so viel Herzblut und Respekt gegangen. Das  hat mich nachhaltig beeindruckt.

Auf der Gampe Thaya bei Sölden im Ötztal

Im September durfte ich mit Jakob Prantl hoch oben auf der Alm Gampe Thaya sprechen, beim Käsen zuschauen und dem Tiroler Grauvieh ganz nahe sein.
Jakob hat seinen ganz eigenen Kopf, das merkt man schnell, wenn man mit ihm ins Gespräch kommt. Zum Beispiel darüber, wie man eine ganz ursprüngliche Almhütte so führt, das auch der Wirt glücklich ist und darüber, wie das Milchvieh gehalten wird, dass ihm so am Herzen liegt.

Gampe Thaya

Gampe Thaya

Gampe Thaya – Vorzeigealm und nachhaltige Almwirtschaft aus Überzeugung

Auf den ersten Blick sieht die Alm Gampe Thaya aus, wie viele andere Almwirtschaften auch. Sie ist urig und man hat von ihr eine wunderschöne Sicht. Die Kuhglocken bimmeln leise und köstliche Düfte herzhafter Speisen ziehen an einem vorbei.
Auf den zweiten Blick bemerkt man, dass es auf dieser Alm und somit auch in der “Genuss Hütte” anders zugeht, als anderswo.

Almküche

Weder Pommes noch Cola gibt es hier. Auch keine Tiroler Aprés Ski Hits. Stattdessen gibt es gut gemachte regionale Almküche, ab und zu Livemusik und immer eine ganz wunderschöne Atmosphäre.
Gäste, denen das nicht gefällt, schickt der Jakob gern auf die Nachbaralm. Da gibt es all das, was möglichst viele mögen, und denen wurscht ist, wo was herkommt.

“So, wie du deine Alm führst, kann das nicht lange gut gehen”, hat man Jakob vor vielen Jahren orakelt.
Und wie es das kann! Bis jetzt betreibt er die Almwirtschaft mit seiner Frau und den Kindern sehr erfolgreich und – was ihm noch viel wichtiger ist, als alles Geld – sehr zufrieden!

Ehrlich, Bodenständig, gut!

Wisst ihr, wie lange ich nach einer solchen Wirtschaft gesucht habe? Wer schon mal daran verzweifelt ist, dass es im wunderschönen Tirol auch in den urigsten Hütten und Gasthäusern alles von Pizza bis Pommes gibt, aber kaum tiroler Hausmannskost, der weiß wovon ich rede.

Der Hüttenwirt Jakob Prantl, der mit seiner Familie die Gampe Thaya betreibt, hat da so seine Überzeugung und ich bin begeistert!
Dass alle Zutaten aus der direkten Umgebung stammen und von allerbester Qualität sind, braucht man fast nicht mehr zu schreiben.
Diese Marende, wie eine Brettljause hier heißt, ist die Beste, die ich je hatte. Da war auch das Wetter ganz egal.

Eine Marende auf der Terrasse vor der Almhütte im Regen futtern und trotzdem ganz happy sein, das geht hier recht einfach ;))

Gampe Thaya

Wenn nachhaltiges Leben und Arbeiten selbstverständlich ist

Joseph  Prantl verbringt seine Sommer auf der Alm. Auf die Frage warum, antwortete er: “Wer einmal auf der Alm war, den zieht’s da immer wieder hin. Der hat Blut geleckt. Außerdem ist die Milch hier oben auf der Alm und schon allein darum macht es Sinn. Nichts sollte unnötig hin und hergefahren werden!”
Er käst in einem ausgebauten, mobilen Container und auch das hat einen ganz durchdachten Grund. Ist der Almsommer vorbei, kann auch unten im Tal im Container gekäst werden. Und wenn er einmal ganz aufhört und kein Senner weitermacht, dann verschwindet der Container einfach vom Berg und nichts wird dort oben hinterlassen.
Wie man die Welt seinen Kindern hinterlässt und wie Nachhaltig der Eingriff in die Natur ist, das ist dem Jakob schon von jeher wichtig gewesen. “Man muss mit der Natur leben und nicht gegen sie!”
Er steht für Tradition und Ursprünglichkeit, aber nur für die, die echt ist.

Tourismus unterstützende Alpenfolklore ist ihm ein Gräuel. Echt muss es sein. Ehrlich, gut und echt.

Gampe Thaya

Tiroler Grauvieh Gampe Thaya_

Tiroler Grauvieh – eine der ältesten und schönsten Rinderrassen

Das Tiroler Grauvieh ist eine alte autochthone Rinderrasse und ein sogenanntes Zweitnutzungsrind. Es dient sowohl der Gewinnung von Milch als auch der Fleischproduktion.
Die schönen Tiere sind kleiner als die meisten Rinderrassen und wahre Kletterkünstler. Trittsicher muss man hier auf den Almen schließlich sein. Sie sind an das Leben hier perfekt angepasst und geben weniger Milch als Hochleistungsrinder.
Das schont die Tiere ganz ungemein.

Ganz still war es auf dem Berg beim Grauvieh und irgendwie magisch. Es gab Momente, in denen die Kühe nicht grasten. Sie schauten stattdessen, wie gebannt in eine Richtung. Zur Alm und somit auch zum Weg ins Tal.
Ich war verwundert und fragte nach. Die Erklärung ist einfach und verblüffend zugleich. Morgen ist Almabtrieb. Eine Kuh weiß sowas. Woher weiß ich nicht, aber sie weiß es.
Er findet jedes Jahr um dieselbe Zeit statt.

Tiroler Grauvieh Gampe Thaya_

Wenn Tierwohl selbstverständlich ist

Immer am 2. Sonntag im September ist der Almabtrieb von der Gampe Thaya hinunter zum Hof in Zwieselstein.
Ein traditioneller, geschmückter Almabtrieb ist stets eine besonders festliche Angelegenheit. Ich durfte bereits bei einem der Familie Eisenmann in Söll dabei sein (seitdem ist Demeter Bauer und Extremsportler Andi auch mein Skilehrer).
Der festliche Abtrieb steht dafür, dass das Jahr über alles gut gegangen ist. Ist es das nicht und gab es vielleicht einen Unglücks- oder Todesfall, von Mensch oder Tier, dann geht der Abtrieb in aller Stille, ohne Schmuck und Feier vonstatten. Diesmal war es so und Kühe und Kälber der Familie Prantl gehen ungeschmückt in ihren Stall im Tal.

Die Liebe zum Tiroler Grauvieh

Bereits seit über 100 Jahren gibt es das Tiroler Grauvieh auf dem Hof der Familie Prantl und es ist hier weit mehr, als Lieferant von Milch und Fleisch. Jakob Prantl liebt seine Viecher sehr, das merkt man bereits im ersten Augenblick.
Er züchtet sie seit vielen Jahren sehr erfolgreich. Wie eng er dem Grauvieh verbunden ist, zeigt sich auch daran, dass die Tiere ihre Hörner behalten dürfen und im Winter im Laufstall leben.

Zwei Dinge, die sich für die meisten Rinderhalter ausschließen. Die Verletzungsgefahr sei zu groß sagen viele, also wird enthornt. Ob eine Kuh mit oder ohne Horn lebt, ist zum einen genetisch bedingt, zum anderen ist es eine innere Einstellung und Glaubenssache. Beim Tiroler Grauvieh bleiben die Hörner meistens dran. Müssen sie dafür nun auf einen Laufstall, indem sie nicht angebunden gehalten werden verzichten?

Der Winter im  Laufstall

So ein Laufstall ist besonders tierfreundlich. Hier können sich die Tiere frei bewegen und sich ihren Platz weitestgehend selbst suchen. Die Voraussetzung für eine minimale Verletzungsgefahr ist ausreichend Platz und eine gute Mensch-Tier-Beziehung. Hier auf dem Fohlenhof in Zwieselstein, wo das Milchvieh von Oktober bis Mai lebt, stimmt sie einfach.

Jakob Prantl Gampe Thaya

Mit Jakob in der Almkäserei

Jakob Prantl verkäst hier oben die Milch seiner Kühe im Einmannbetrieb zu seinem Gampe Kaas. Hier kann man hautnah erleben wie der Weg von der Kuh zum Käse seinen ganz ursprünglichen und natürlichen Lauf nimmt und der ist denkbar kurz.
Es findet alles hier oben auf der Alm statt.

Ist der Almkäse g.U. schließlich fertig, kann es sein, dass auch der die Alm nicht verlässt – er landet nämlich oft in den köstlichen Gerichten der Genusshütte.
Jakobs Tag beginnt meist vor 5 Uhr und das jeden Tag, den ganzen Sommer über. Die Käsekulturen müssen hergerichtet werden und anschließend der Melkstand – die Kühe haben so ihre Zeiten und daran muss man sich halten. Täglich von Mai bis September hier oben auf der Alm.

Mehr Käseabenteuer, aus der Serie #sennermeetsblogger

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Kürbis Käsespätzle oder Kasspatzln wie in einer Hütte serviert

Diese schöne Backform ist von Riess. Mit ihr kann man stilecht servieren und genießen.

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Kürbis Käsespätzle - Alpenglück und Seelenwärmer #sennermeetsblogger

Kürbis Käsespätzle mit Almkäse

Zutaten

3 Portionen

Spätzle

3 Eier
250 g griffiges Mehl, auch erhältlich als „Spätzlemehl“
5 g Salz
50 ml handwarmes Wasser

oder

400 g Spätzle aus dem Kühlregal

Kürbis Käsespätzle

300 g Hokkaido Kürbis
2 mittelgroße Zwiebeln
etwas Mehl
2 El Butterschmalz
obige Spätzle
150 g geraspelter Tiroler Alm- oder Bergkäse g.U.
etwa 100 ml gute, kräftige Brühe
Pfeffer,Salz
Petersilie

Zubereitung

Optional selbstgemachte Spätzle
  1. Eier in eine ausreichend große Schüssel schlagen und so weit es geht mit Salz und Mehl mit einem Holzlöffel verrühren.
  2. Wasser rührend hinzugeben und den Teig mit dem Kochlöffel oder mit der Hand “schlagen”, bis er Blasen wirft und zäh vom Löffel tropft.
  3. Man kann den Teig theoretisch auch mit einer Maschine arbeiten, manchmal macht die gute alte Handarbeit aber auch Spaß. Es geht wirklich ganz einfach.
  4. Teig 10 Minuten ruhen lassen und durch ein Spatzlsieb oder -hobel in köchelndes Salzwasser drücken. Einmal aufkochen lassen, abgießen und abschrecken.
Kürbis Käsespätzle
  1. Kürbis grob raspeln
  2. Beide Zwiebeln in feine Streifen oder Ringe schneiden
  3. Die Hälfte der Zwiebeln mit Mehl bestäuben – (klappt toll in einerm geschlossenen Gefäß, das kräftig geschüttelt wird) anschließend in reichlich Butterschmalz kross ausbacken und beiseite stellen. Diese Röstzwiebeln kommen später auf das Gericht
  4. Restliche Zwiebeln in Butterschmalz goldbraun schmelzen
  5. Kürbis hinzufügen und bei niedriger Hitze 5 Minuten mitbraten
  6. Die Spätzle hinzugeben und ebenfalls 5 Minuten mitbraten, bis sie heiß sind.
  7. Brühe hinzufügen und gut verrühren. Die Brühe bringt noch einmal extra Geschmack an die Spätzle – mit ihr werden sie schön feucht und cremig.
  8. Käse hinzufügen und rührend mit allem verschmelzen lassen.
  9. Mit Pfeffer und Salz pikant abschmecken und mit Röstzwiebeln und Petersilie servieren.

 

Macht es euch herzhaft und zünftig,

Simone

 

 

 

 

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