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Original schwedischer Glögg – Herzerwärmender Glühwein auf nordische Art

Original schwedischer Glögg

 

Original schwedischer Glögg – auf nordische Art gewürzter, herzerwärmender Glühwein. So aromatisch mit Kandis und viel Kardamom

Dieser Beitrag enthält Werbung für Diamant Zucker

 

Mein erster Glögg in Schweden vor vielen Jahren sorgte für diesen gewissen Wow-Effekt.

Wow, der wärmt ja ganz besonders schön von innen und Wow, so gewürzt habe ich ihn ja noch nie getrunken. Das erste Wow resultierte aus dem Rum, den mein Cousin mit in die Flasche gemogelt hatte, das zweite aus dem Gewürz, das aus der schwedischen Küche kaum wegzudenken ist: Kardamom.
Ich las vor kurzem, in Schweden würde man Glögg besonders in der Adventszeit, speziell zu Lucia trinken – das stimmt so nicht. Nach vielen Weihnachten bei meiner Familie in Schweden weiß ich: Glögg trinkt man immer wenn es kalt ist und einem danach ist, oder auch, wenn es mal nicht ganz so kalt ist.

 

Original schwedischer Glögg

 

So wird original schwedischer Glögg gewürzt

Wodka oder Rum kann mit im Glögg sein, muss aber nicht. Selbst Rotwein pur heizt aromatisch gewürzt und schön gesüßt mächtig ein. Ganz wichtig: vergesst die Annahme, man müsse Kardamom sanft dosieren, weil es recht dominant sei. In Skandinavien kommt Kardamom verschwenderisch, löffelweise in Backwaren und Getränke.

Kanelbullar mögen auch nach Zimt schmecken, ebenso stark schmecken sie aber nach Kardamom. In jedem Fall ist es wichtig das Gewürz frisch zu mahlen, oder im Mörser zu zerstoßen. Am besten legt ihr euch einen Vorrat Kardamom Saat zu.
Im original schwedischen Glühwein ist immer was los im Glas. Rosinen und Mandeln sind fast immer enthalten, Granatapfelkerne kommen neuerdings auch gern aus dem Orient und geben zusätzliche fruchtige Säure mit ins Spiel.

 

Original schwedischer Glögg

Original schwedischer Glögg – Glück ist Homemade

Noch wichtiger ist, dass ihr auch einen Vorrat an Braunem Kandis im Haus habt. Damit seid ihr jederzeit gewappnet für herzerwärmende Momente.
Hier am Hamburger Stadtrand genießen wir unseren Glühwein am liebsten mit Freunden und Nachbarn auf den Terrassen. Reihum immer mal woanders. “Glühwein-, oder Glögg-Vergleich” ist eine Disziplin, die die kalte Winterzeit ganz unbedingt viel gemütlicher macht.

Wir bereiten unseren schwedischen Glögg schon seit vielen Jahren mit braunem Kandis zu. Das liegt daran, dass meine Tante in Schweden ursprünglich aus Deutschland eingewandert ist und unsere Kandis Tradition mit in den schwedischen Familien-Glögg gebracht hat.
Brauner Kandis besitzt obendrein eine wunderbare Karamellnote, die zusätzlich Aroma mit in die Getränke gibt.

 

Original schwedischer Glögg

Glühwein, Glögg und Kandis

Brauner Kandis passt eben nicht nur in Teegetränke, sondern auch zu Punsch und Glühweinen aller Art, zu selbst gemachten Likören, Rumtopf, eingelegten Früchten und in den Glögg.
Die hübschen Kristalle erinnern mich immer an Bernstein – ich habe sie schon als Kind sehr geliebt.

Beim Glögg kommen die goldbraunen Zuckerkristalle mit in den Topf und der Wein wird so lange leicht erwärmt, bis sich die Kristalle gelöst und ihre feine Süße abegegen haben.
Sowohl der DIAMANT Weißer Kandis, als auch DIAMANT Brauner Kandis eigenen sich für kalte als auch warme Getränke.
Aber kalter Glögg? Oh ja! Er schmeckt tatsächlich auch kalt ganz wunderbar.

 

Original schwedischer Glögg

Original schwedischer Glögg

Original schwedischer Glögg – Tipps und Tricks

  • Die Zubereitung des Glöggs dauert eigentlich nur wenige Minuten: Rotwein in einen Topf, Gewürze hinzufügen und anschließend sanft erwärmen.
    Optimal ist es aber, wenn man den Glögg schön ziehen lässt, damit DIAMANT Brauner Kandis seine feine Süße abgeben kann und die Gewürze ihr Aroma entfalten.
    Ich mache es so: ich erwärme den Glühwein mit allen Zutaten, lasse ihn anschließend ganz in Ruhe abkühlen und ziehen und erwärme ihn anschließend kurz vor dem Genuss erneut.
  • Wichtig ist, den Glögg nicht über knapp 80 Grad zu erwährmen. Ein Küchenthermometer ist perfekt, man kann den Glögg aber auch gut beobachten. Er sollte dampfen, aber keinesfalls, nicht einmal sanft blubbern. Andernfalls entweichen nicht nur der Alkohol, sondern auch das herrliche Aroma.
  • Man muss sich mit Glögg nicht immer alle Lichter anknipsen – möchte man nur herzerwärmende Gemütlichkeit, kann man ihn wunderbar mit Traubensaft oder Hagebuttentee verlängern und noch besser, einen Teil des Weins ersetzten. Möchte man in die andere Richtung gehen, schmecken sowohl Wodka, als auch Rum ganz hervorragend im Glögg.
  • Ideal ist, wenn man die verwendeten kleinen Gewürze in ein Teesieb gibt, so kann man sie anschließend leicht entfernen, ohne dass der Wein gefiltert werden muss.

 

Original schwedischer Glögg

Original schwedischer Glögg

Zutaten

1 Flasche gut trinkbarer Rotwein
4 El Rosinen
6 Gewürznelken
1 Tl Kardamom-Saat, angemörsert, oder grob gemahlen
1 haselnussgroßes Stück Ingwer
2 Zimtstangen
70 g DIAMANT Brauner Kandis
4 Orangenscheiben
30 g geschälte Mandeln, oder Mandelplättchen

optional 50 ml Rum

Deko je Glas

1 Sternanis
1-2 Scheiben einer Bio-Orange
Granatapfelkerne

Zubereitung

  1. Wird Rum verwendet, könnt ihr die Rosinen darin einlegen, bevor sie in den Glühwein kommen, andernfalls legt ihr sie in etwas Rotwein ein.
  2. Füllt Kardamom, Nelken und Ingwer in ein Teesieb, oder in einem Gewürzbeutel.
  3. Gebt Rotwein, Teesieb, Zimtstangen, 70 g DIAMANT Brauner Kandis und Orangenscheiben in einen Topf und erwärmt diesen leicht rührend, bis er schön dampft auf knapp 80 °C (Thermometer hilft, ansonsten darauf achten, dass der Glögg keinesfalls kocht).
  4. Lasst den Glögg anschließend ziehen, bis er getrunken wird.
  5. Gebt Sternanis, Orangenscheiben, Mandeln, Rosinen und Granatapfelkerne in Gläser und gießt diese mit Glögg auf.
  6. Um den Glögg über längere Zeit warm zu halten – das empfiehlt sich besonders, wenn man gleich die doppelte Menge zubereitet – fülle ich ihn in Thermoskannen.

Wärmendes Glück ist homemade, und das wieder mal so einfach.

Macht es euch kuschelig und gemütlich,

Simone

 

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2 Kommentare

  • Caroline

    Ich muss dir heute mal ein ganz großes KOMPLIMENT machen! Alles was du kochst sieht immer so schön aus und ich habe noch nie ein Rezept von dir probiert, das nicht funktioniert und geschmeckt hätte.

    19. November 2021 at 15:52 Reply
    • Simone

      Ein so schönes Kompliment! Ich danke dir :))

      23. November 2021 at 18:57 Reply

    Lass mir einen Kommentar da: